Ein weiteres kostenloses Whiteboard für Lehrer

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Inzwischen gibt es mehrere Möglichkeiten mit einer alternativen browserbasierten Whiteboard-Lösung zu arbeiten. Diese hier kommt aus Finnland. Geschaffen und erprobt von einem finnischen Grundschullehrer und Programmierer. Whiteboard.fi 

Im Aufbau ist Whiteboard.fi sehr schlicht gehalten, die Lehrkraft erstellt einen Raum und kann im Vorfeld entscheiden ob die Schüler in der Lage sein sollen selbst Bilder  hochzuladen, ob die Schüler zunächst in einem Warteraum gesammelt werden und dann in den Raum eingelassen werden, etc.

Das Tool kann auch nur über ein Laptop oder einen Desktop-Rechner ohne Touch-Eingabe genutzt werden, macht allerdings dann weniger Spaß.

Hervorragend sollte es zum Beispiel mit einem Tablett funktionieren. Sollte die zur Verfügung stehende Bandbreite nicht ausreichen, so ist es mit wenigen Klicks möglich den Datenfluss zu minimieren. Sowohl auf Lehrer- als auch auf Schülerseite.

Also,  anschauen ausprobieren!

classcraft, Rollenspiele als Klassenmanagementsystem

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Zunächst erschien mir die Idee ausgesprochen verlockend. Mit Rollenspielen und einem gewissen Zauber der Spielemechanik alle Probleme der Distanzkommunikation in einer Klasse managen. Genial!

Classcraft

Bei näherer Betrachtung habe ich allerdings auch die eine, oder andere Frage.

Die Plattform ist grundsätzlich kostenlos nutzbar, man kann sofort die Schüler seiner Klasse anlegen und in eine Spielumgebung hineinnehmen. Schade nur, dass wenn man auch noch individuelle Aufgaben stellen möchte, oder interaktive Unterrichts-Tools nutzen möchte doch wieder 120,-€ pro Jahr fällig werden.

Und trotz des großen Wunsches, die Schüler wieder einmal für Schule begeistern zu können und sich als Lehrer nicht nur als antiquierter Trottel zu fühlen, ist das der moralisch richtige Weg?

Die Mechanismen aus den aktuellen Casual-Games setzen auf regelmäßige und sofortige überzogene Belohnung. Für das Klicken einer Schaltfläche gibt es 1000 Gummipunkte und für eine Million Gummipunkte darf mein Spielcharakter dann eine grüne statt einer roten Mütze tragen. Was zunächst lustig und motivierend klingt, mündet über kurz oder lang in ein suchterzeugendes System.

Ich möchte wirklich gerne der coole Lehrer sein, der auf der Höhe der Zeit und auf Augenhöhe mit den Schülern arbeitet. Aber ich möchte meine Schüler doch nicht süchtig nach Schule machen,…?

Textadventures – Spannende Geschichten interaktiv

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Hallo liebe Kolleg*innen,

für alle Fans aus den 80er Jahren (natürlich auch für die Jüngeren!)  habe ich hier noch ein tolles Tool,  das ich Euch sehr ans Herz legen möchte. Wir haben im NEUSTART vor einigen Jahren ähnliche Mechanismen aufwendig in PowerPoint erzeugt, allerdings mit der Schwierigkeit, dass sehr schnell der Überblick verloren geht.

Hier also das Hilfsmittel der Wahl: Twine – ein komfortabler Texteditor mit dessen Hilfe jeder ein spannendes Textadventure erzeugen kann. Der Editor  steht kostenlos für Windows und MacOS und Linux zum Download und zur  Installation auf dem Rechner bereit. Es gibt aber auch die Möglichkeit ausschließlich über den Browser zu arbeiten. (Aufgepasst, der Browser löscht manchmal automatisch den Verlauf, dann ist auch die Arbeit futsch).

Bedient wird das Ganze über einfache Steuerungssymbole

Ein kleines Beispiel: KIM-Teaser (Das ist in nur 10 Minuten möglich!)

Man kann das Ganze beliebig ausbauen und durch Texteingabefelder und knifflige Rätsel ausbauen. Die große Kunst ist, die Spieler und oder Lernenden möglichst schnell in das Abenteuer zu verstricken und die Bereitschaft zu erzeugen, sich für den Protagonisten zu engagieren. Natürlich gibt es das bereits seit den 80er-Jahren, tolle Beispiele sind „Adventure“, „ZORK“ und „The Hobbit“.

Probiert es doch mal aus, die Schüler werden es Euch danken.

Weitere Beispiele findet Ihr in englischer Sprache hier textadventures.co.uk

Und auf Deutsch Iff-whizz

App-Programmieren mit Schülern

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Liebe Kolleg*innen,

habt Ihr auch schon immer davon geträumt, mit Euren Schülern eine echte funktionierende Handy-App zu programmieren? Wer nicht! ;))

Mit der Seite appcamps.de bekommt Ihr eine Fülle kostenloser Unterrichtsmaterialien zu den Themen HTML&CSS, Digitale Datenbanken, Scratch, Python, JavaScript, Grundlagen der Informatik, Medienkompetenz, Calliope-Mini, Daten und Datenschutz, Künstliche Intelligenz, App-Programmierung und in Vorbereitung Berufsorientierung in digitalen Berufen.

Um das Angebot zu in vollem Umfang zu nutzen muss sich der geneigte Lehrer mit seinem Namen und seiner eMail-Adresse registrieren. Unsere Schüler könnten dann über eine DFE-Mailadresse ausreichend anonymisiert an den Kursen teilnehmen.

Virtuelle Welten erschaffen mit CoSpaces

Der Friedrich-Verlag hat in seinem aktuellen Newsletter auf eine interessante Software und deren Verwendungsweise im Unterricht aufmerksam gemacht CoSpaces ist eine Programmumgebung in welcher Lehrkräfte mit Schülern gemeinsam virtuelle Welten erschaffen können. Das ist relativ einfach in der Handhabung, da zur Erstellung einzelne Komponenten im grafischen Editor zusammengestellt werden, und anschließend auch noch automatisiertes Verhalten der VR-Umgebung über die Programmieroberfläche „Scratch“ definiert werden kann. Es gibt eine Möglichkeit, mit wenigen Schülern ein kleines Projekt in einer kostenlosen Lizenz-Version zu erstellen, wahrscheinlich dürfte aber der größere Funktionsumfang der Bezahl-Modelle mehr Spaß machen.

Natürlich kann man das nicht einfach so aus dem Stand einsetzen, aber eventuell ist das ja der Anfang einer intensiven Erfahrung für den Einen oder die Andere von Euch.

Im Beispiel vom Friedrich-Verlag Literatur meets Virtual Reality, wird beschrieben, wie im Literaturunterricht aus einem gemeinsam gelesenen Text, langsam eine virtuelle Welt geschaffen wird.

Diagrams.net ein Onlinewerkzeug für Grafiken, Fließbilder oder Mindmaps

diagrams.net ist ein online-Zeichenprogramm für Mindmaps, Flowcharts und sonstige Grafiken.

Es ist keine Registrierung oder Anmeldung notwendig, ausserdem ist es ein open source Projekt.

Die Benutzung der Oberfläche ist zum großen Teil intuitiv und einfach aufgebaut. Fertige Grafiken können unter verschiedenen Formaten abgespeichert oder in Onlinespeichern abgelegt werden.

LearningApps, kleine Apps selbst erstellen

Unter der Webseite LearningApps.org können kleine Onlineapps erstellt werden.

Was ist LearningApps.org?

LearningApps.org unterstützt Lern- und Lehrprozesse mit kleinen interaktiven, multimedialen Bausteinen, die online erstellt und in Lerninhalte eingebunden werden. Für die Bausteine (Apps genannt) steht eine Reihe von Vorlagen (Zuordnungsübungen, Multiple Choice-Tests etc.) zur Verfügung. Die Apps stellen keine abgeschlossenen Lerneinheiten dar, sondern müssen in ein Unterrichtsszenario eingebettet werden.

Quelle: https://learningapps.org/about.php 08.04.2020

Es sind schon sehr viele Apps entwickelt worden und stehen zum Ausprobieren und zum Stöbern zur Verfügung.

Zum Beispiel:

 

Interaktiv unter AUDIYOU KIDS

Der Osterurlaub fällt aus aber die Langeweile soll draussen bleiben?

Eine interessante interaktive Webseite dazu ist AUDIYOU KIDS

AUDIYOUkids ist eine Website, die auf kreative und spielerische Weise Kindern Spaß am Zuhören vermittelt und die bewusste Mediennutzung unterstützt. Entwickelt wurde es von AUDIYOU (www.audiyou.de ), einem unabhängigen gemeinnützigen Unternehmen. Die Nutzung dieser Angebote ist kostenlos und werbefrei. Genau wie AUDIYOU, besitzt auch AUDIYOUkids das Prüfsiegel von fragFinn als ein sicherer Surfraum für Kinder. Quelle: https://www.audiyoukids.de/ 06.04.2020

Das Ganze ist für Grundschüler konzipiert, natürlich sollte ein Erwachsener beim Einstieg helfen, damit damit die Stolperfallen der Technik nicht zu unüberwindbaren Frustrationshürden werden.

Bilderbücher, Basteln, Vorlesegeschichten

https://www.pexels.com/photo/person-reading-a-book-1741230
Unsere Kollegin Inga hat wieder etwas schönes aufgetan:

Der NordSüd-Verlag hat unter dem Motto „Coronna kann warten“ viele schöne Ideen für Kinder bereitgestellt. Vom Ausmalbild bis zur Bücherlesung ist ganz viel zu entdecken. Die Angebote sind zeitlich befristet, taugen aber in jedem Fall sehr gut die lieben Kleinen beschäftigt und bei Laune zu halten.

Viel Vergnügen!

ANTON.APP.DE

https://www.pexels.com/photo/silver-ipad-545057

Und noch ein Tipp von Inga,

Die Lernplattform ANTON.APP ist schon seit längerem in den APP-Stores zu finden. Meiner Wahrnehmung nach hatten die Betreiber zunächst Eltern im Blick, die ihre Sprößlinge mit zusätzlichen Übungsangeboten versorgen wollten. Da habe ich mich allerdings getäuscht. Bei Anton ist man nicht auf die APP-Stores beschränkt, man kann auch über den Browser arbeiten und vor allem ist die App nahezu vollständig kostenlos. Einzig, wer ohne Internetanbindung arbeiten möchte, oder einen schickeren Avatar haben möchte, der wird zur Kasse gebeten.

Auf der Lernplattform können sich Lehrkräfte mit ihrer zugehörigen Schule anmelden, Lerngruppen bilden und Schüler mit Aufgaben versorgen. Durch einen relativ einfachen Anmeldungsprozess sollten auch die Schüler*innen gut auf die Oberfläche kommen.

Material gibt es in Deutsch und Mathematik von Klasse 1 bis 10. Zusätzlich finden die Schüler noch Sachunterricht für die Grundschule und Musikangebote.

Zoom für die DFE

UPDATE:

UNSER SCHULISCHER-DATENSCHUTZBEAUFTRAGTER RÄT DAVON AB ZOOM ALS MÖGLICHKEIT FÜR VIDEOKONFERENZEN ZU NUTZEN. DIE SERVER BEFINDEN SICH UNSERER INFORMATION NACH AUßERHALB EUROPAS UND UNTERLIEGEN DAMIT NICHT DEN EUROPÄISCHEN DATENSCHUTZRICHTLINIEN:

Liebe Kolleg*innen,

ich habe gerade für die DFE ein Zoom-Konto angelegt.

ZOOM.US ist ein weiterer Dienst für Video-Konferenzen aus dem Bussinessbereich, der große Vorteil hierbei ist, dass eine Ende zu Ende Verschlüsselung der Gespräche garantiert wird. Das würde uns sehr schnell wieder datenschutzrechtlich auf sicheren Boden bringen.

Wer sich mit seiner dienstlichen eMailadresse anmeldet, sollte  in einen gemeinsamen DFE-Bereich kommen. Soweit ich das bisher gehört habe eignet sich Zoom sehr gut für Veranstaltungen mit mehr als 20 Personen. Wir müssen das aber einfach noch ausprobieren. Wer Lust und Spielfreude hat, der kann sich einfach über seine Dienstliche eMail registrieren und anschließend anmelden. Dann finden wir ganz schnell heraus, wo die Grenzen des Systems liegen.

Momentan ist die maximale Konferenzdauer noch auf 40 Minuten limitiert, der Antrag auf ein kostenloses Upgrade läuft aber.

Also, bis bald auf zoom.us

Englisch lernen von Briten

Für Englischlehrer ist es sicherlich ein alter Hut, aber alle anderen dürften auf den Seiten des British Council viele Ideen, Links und App-Empfehlungen finden. Allein für das Smartphone gibt es eine riesige Anzahl kostenloser Apps.

Wenn zum Beispiel eine Eurer Schüler*innen gerne Taxifahrer in London werden möchte, dann gibt es auch dafür eine App zum Erwerb der grundlegenden Englischkenntnise.