Videokonferenzen mit BigBlueButton

In der Zeit der Corona-Pandemie werden Videokonferenzsysteme als Mittel der Kommunikation verstärkt eingesetzt.
Es stellen sich jedoch allerhand Fragen zum Datenschutz. Nicht jeder liest sich die kompletten Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Anbieter durch und für die Nutzer*innen geht es oftmals primär um Usability, um einfache Anwendbarkeit und schnellen und unkomplizierten Kontakt. Doch wie sieht es mit dem Datenschutz aus?

Bild von S. Hermann & F. Richter auf Pixabay

Welche*r Nutzer*in beschäftigt sich schon tiefergehend mit der DSGVO, dem Datenschutzgesetz oder dem Grundecht auf Datenschutz?

Die großen Anbieter von Videokonferenzsystemen werden derzeit sehr kritisch und sehr genau von deutschen Datenschützern beobachtet. Zum Beispiel hier, hier und hier. Und es muss nicht lange gesucht werden, um auch bei den großen Anbietern, zumindest auf den ersten Blick, deutliche Schwächen in der Datenschutzkonformität erkennen zu können.

Sind jedoch diese Angebote alternativlos? Nein! Einerseits gibt es einige kommerzielle Anbieter, die unter dem Eindruck der Corona-Pandemie, insbesondere für Bildungseinrichtungen, datenschutzkonforme Sonderangebote eingerichtet haben, andererseits erfahren auch die internen digitalen Systeme der Bildungseinrichtungen derzeit massive Upgrades mit Videokonferenzsystemen.

Hier ist insbesondere das System BigBlueButton hervorzuheben. Wer sich einen Eindruck verschaffen möchte, kann dies unter Senfcall einfach mal ausprobieren.  Die Vorteile liegen schon auf der Eingangsseite offen auf der Hand dem Bildschirm: Datensparsam, DSGVO Konform, open source.

In Hessen wird aktuell BigBlueButton, als ein Bestandteil des Systems, als Angebot für hessische Schulen eingepflegt. Die HPI-Schul-Cloud, als deutschlandweites Angebot, nutzt das Tool ebenfalls als einen integralen Bestandteil zur Kommunikation innerhalb der jeweiligen Bildungseinrichtung.

Wie gehen Nutzer*innen mit BigBlueButton um? Hier gibt es Tutorials auf englischer Sprache oder unter YouTube zB hier, hier oder hier.

Danke an die Kolleg*innen aus Hanau, SemVidT, und der TU Dresden für die Mühe bei der Erstellung!

Natürlich muss auch der Umgang mit Videokonferenzen geübt werden. Hier eine schöne Anleitung von Christian Feyerabend.

Die DFE kann ab jetzt die HPI-Schul-Cloud nutzen

Liebe Kolleg*innen,

nachdem wir viel Arbeit mit der Administration und dem Einarbeiten in verschiedene, datenschutzrechtlich bedenkliche Tools hatten, hat unsere Schulleitung, nach Beratung mit den IT-Beauftragten und Datenschutzbeauftragten der DFE, eine Entscheidung getroffen. Es sollte  eine langfristige günstige, leicht zu bedienende und sichere Plattform gesucht werden. Damit Unterricht, die Vernetzung aus der Distanz und gegebenenfalls auch Beratungen möglich wären.

Die Lösung lautet: HPI-Schul-Cloud.

Und hier noch  ein kleines Filmchen!

Jede*r Kolleg*in wird ein Konto eingerichtet werden. In einem Arbeitsumfeld das sich vergleichsweise intuitiv bedienen lässt, können sich Teams, Unterrichte, Termine, Beratung, Videokonferenzen und Unterrichtsvorbereitung, etc. abspielen.

Die Schulung unserer Kolleg*innen wird schrittweise erfolgen und als Erste werden die Kolleg*innen, die aus der Distanz arbeiten befähigt, diese Plattform zu nutzen. in einem zweiten Schritt werden pro Team 2 Personen geschult und anschließend in einer großen Welle, aber in kleinen Einheiten, die restlichen Kolleg*innen.

Wir hoffen wir handeln hiermit in Eurem Sinne und freuen uns auf Euch!

Liebe Grüße von Marcus und Jochen M

Zoom für die DFE

UPDATE:

UNSER SCHULISCHER-DATENSCHUTZBEAUFTRAGTER RÄT DAVON AB ZOOM ALS MÖGLICHKEIT FÜR VIDEOKONFERENZEN ZU NUTZEN. DIE SERVER BEFINDEN SICH UNSERER INFORMATION NACH AUßERHALB EUROPAS UND UNTERLIEGEN DAMIT NICHT DEN EUROPÄISCHEN DATENSCHUTZRICHTLINIEN:

Liebe Kolleg*innen,

ich habe gerade für die DFE ein Zoom-Konto angelegt.

ZOOM.US ist ein weiterer Dienst für Video-Konferenzen aus dem Bussinessbereich, der große Vorteil hierbei ist, dass eine Ende zu Ende Verschlüsselung der Gespräche garantiert wird. Das würde uns sehr schnell wieder datenschutzrechtlich auf sicheren Boden bringen.

Wer sich mit seiner dienstlichen eMailadresse anmeldet, sollte  in einen gemeinsamen DFE-Bereich kommen. Soweit ich das bisher gehört habe eignet sich Zoom sehr gut für Veranstaltungen mit mehr als 20 Personen. Wir müssen das aber einfach noch ausprobieren. Wer Lust und Spielfreude hat, der kann sich einfach über seine Dienstliche eMail registrieren und anschließend anmelden. Dann finden wir ganz schnell heraus, wo die Grenzen des Systems liegen.

Momentan ist die maximale Konferenzdauer noch auf 40 Minuten limitiert, der Antrag auf ein kostenloses Upgrade läuft aber.

Also, bis bald auf zoom.us